
Das zehnte Longevity-Programm des Resorts: Kontrast-Thermotherapie, Salzsole-Dampf und Sauerstoff trainieren die Barriereimmunität, während sechs nächtliche Messwerte die Reizdosis steuern.
Die Abhärtung ist das einzige Programm des Resorts, bei dem Nutzen und Schaden auf derselben Skala liegen: Derselbe Temperaturreiz führt bei einer Überdosierung zum Gegenteil. Daher stützt sich das Programm nicht auf «Abschlussuntersuchungen», sondern auf sechs Messwerte, die die Uhr jede Nacht und jeden Morgen aufzeichnet.
Vier der sechs Werte besitzen Schwellenwerte in den Hotelregeln, die der Arzt in der Administration anpassen kann: Das System versteckt keinen dieser Werte im Code. Die Atemfrequenz hat keinen eigenen Schwellenwert – sie wird vom Arzt interpretiert und dient auf dem morgendlichen Kontrollblatt als Kontext, nicht als Warnsignal.
| Messwert | Bedeutung bei der Abhärtung | Standard-Schwellenwert | Konsequenz |
|---|---|---|---|
| HRV, ms (nächtliche Herzfrequenzvariabilität) | Zeigt, wie gut das vegetative Nervensystem den Temperaturreiz verarbeitet. Liegt der Wert im individuellen Normbereich des Gastes oder steigt er, verläuft die Anpassung planmäßig | Abfall um 15 % gegenüber dem persönlichen Durchschnitt (anpassbar von 5 bis 40 %) | Warnsignal für Überlastung: Wärmeanwendungen für heute werden gestrichen, der Kurgang wird verkürzt |
| Ruhepuls, S/min | Frühindikator dafür, dass die Wärmebelastung die Anpassungskapazität übersteigt oder eine Entzündung beginnt | Anstieg um 5 S/min gegenüber dem persönlichen Aufenthaltsdurchschnitt (2–15) | Gleiches Warnsignal für Überlastung; an drei aufeinanderfolgenden Tagen erscheint der Hinweis «Programm anpassen» |
| Atemfrequenz, Atemzüge/min | Zustand der Bronchien und der Nasenatmung: Sie zeigt, wie Inhalationen und Sauerstoff wirken. | Kein Schwellenwert – der Wert wird vom Arzt beurteilt. | Fließt in die Morgenliste und in die Statusübersicht als Kontext zu Beschwerden ein. |
| SpO₂, % (Sauerstoffsättigung im Blut) | Barrierefunktion der Atmung. In Ruhe liegt sie meist bei 95–100 %; Werte unter 90 % wertet das Portal als niedrig. | 90 % während der Nacht; wiederholt bei 2 Nächten in Folge. | Sicherheitsfilter: keine Verordnung, sondern der Hinweis «Vor den heutigen Anwendungen dem Arzt zeigen». |
| Schlafbewertung, Punkte | Die Nacht, in der die eigentliche Erholung nach der Wärmebelastung stattfindet. | Unter 60 Punkten oder weniger als 6 Stunden. | Hinweis zum Abendprotokoll in der Liste; in der Bereitschaftsbewertung macht der Schlaf 25 von 100 Punkten aus. |
| Body Battery, Punkte | Energiereserve für den Tag: Wärmeanwendungen verbrauchen sie spürbar schneller als eine Kur-Wanderung. | Unter 40 Punkten am Morgen. | Warnsignal für Überlastung; in der Bereitschaftsbewertung wiegt die Energiereserve mit 30 von 100 Punkten am schwersten. |


Der Gast installiert keine App: Er scannt den QR-Code an der Rezeption und öffnet das Portal im Browser seines Telefons. Der Arzt ruft dieselbe Adresse am Bildschirm auf – und sieht dieselbe Seite breiter, mit der linken Menüleiste (so funktioniert die Anmeldung).
Auf der Startseite befinden sich die Tagesringe, der «Bericht für heute» mit dem Bereitschaftswert und die Statusübersicht. Beim Demo-Gast auf dem Screenshot sind das 48 von 100 und die Zeile «Rest – the doctor decides»: Die Herzfrequenzvariabilität liegt bei 33 ms – 19,9 % unter dem eigenen Wert von 41,2 ms – und der nächtliche Sauerstofftiefstwert bei 88 % gegenüber dem Schwellenwert von 90 %. Bei einem Abhärtungsprogramm ist das genau der Tag, an dem die Sauna entfällt und das Arztgespräch vor den Anwendungen stattfindet, nicht danach.
Eine wichtige Regel für diesen Bildschirm: Jeder Wert hat seinen eigenen Zeitbezug. Schlaf, HRV, Atmung und Sauerstoff beziehen sich auf die vergangene Nacht, während Schritte, Stress, Kalorien und Energiereserve seit Mitternacht auflaufen. Ein Arzt, der sie als eine einzige Momentaufnahme liest, erhält ein falsches Bild – und das Portal weist direkt auf der Seite darauf hin (Aufbau der Startseite).

Die Diagnostik konkurriert in diesem Programm nicht mit den Anwendungen um freie Zeiten: Das Grundgerüst platziert sie automatisch, und das Kernprogramm füllt die Termine auf. Dadurch bleibt der Ablauf von Gast zu Gast verlässlich planbar – hier ist er vollständig, mit den Dauern aus dem Anwendungskatalog.
Für Gäste ab 60 Jahren ergänzt das Grundgerüst am ersten Tag ein EKG. Die Blutentnahme ist für den zweiten Tag vorgesehen, der Plan weist jedoch offen darauf hin: Den genauen Tag legt die Rezeption fest, da die Krankenschwester nach eigenem Dienstplan arbeitet.
| Tag | Vom Grundgerüst vorgegeben | Zweck |
|---|---|---|
| Tag 1, Anreise | Ärztliche Eingangsuntersuchung (30 Min.), Verordnung der Trinkkur (15 Min.) | Am Anreisetag finden keinerlei Anwendungen statt. Die Untersuchung klärt die Kernfrage des Programms: Sind Wärme- und Kältereize für diesen Gast geeignet? |
| Tag 2, Diagnostik | Blutlabor-Panel (15 Min. Blutentnahme), InBody-Körperzusammensetzungsanalyse mit Beratung (30 Min.) | Der Ausgangspunkt des Aufenthalts. Am selben Tag beginnt das Kernprogramm: Inhalation, Pool, Saunawelt am Abend |
| Tag 6, Mitte des Programms | Ärztliche Zwischenkonsultation (20 Min.) | Wird bei Aufenthalten ab zehn Tagen eingeplant: Zur Mitte des Programms zeigt sich bereits, wie die Nächte auf die Wärme reagieren |
| Tag 9, der Tag vor der Abreise | Zweite InBody-Messung (30 Min.) | Damit für das Abschlussgespräch zwei Vergleichswerte vorliegen und nicht nur einer |
| Tag 10, Abreise | Abschlusskonsultation (20 Min.) | Am Abreisetag finden Anwendungen nur vormittags statt: Die Behandlungsräume planen bis Mittag, danach bricht der Gast auf |

Der Kern des Programms umfasst sieben Bausteine, ergänzt durch fünf weitere; die Häufigkeiten in der Tabelle gelten pro Woche, und das System verteilt sie automatisch auf die Tage — unter Einhaltung der Pausen zwischen den Sitzungen und der Grenze von «höchstens eine fordernde Anwendung pro Tag».
Zwei Kernbausteine — Saunawelt und Pool — kosten nichts zusätzlich: Sie sind im Aufenthalt inbegriffen. Deshalb verteuert sich der Wärmekern des Programms bei höherer Intensität nicht, während der kostenpflichtige Teil auf Diagnostik und Balneologie entfällt.
| Anwendung | Häufigkeit | Dauer und Preis | Warum in diesem Programm |
|---|---|---|---|
| Saunawelt (Bio-, finnische, Salz- und Dampfsauna) | 3-mal pro Woche | 60 Min., inbegriffen | Der zentrale Temperaturreiz des Programms. Der erste Baustein, den die nächtliche Schleife bei Überlastung herausnimmt |
| Kryo-Hydrotherapie | 2-mal pro Woche | 10 Min., 620 CZK | Der Kältekontrast zur Wärme. Die einzige fordernde Anwendung des Programms — wird morgens und höchstens jeden zweiten Tag angesetzt |
| Mineralwasser-Inhalation | 3-mal pro Woche | 10 Min., 250 CZK | Befeuchtung der Schleimhäute der oberen Atemwege und Bronchialdrainage: gezielte Pflege genau jener Barriere, die das Programm trainiert |
| Jodbrombad | 2-mal pro Woche | 20 Min., 650 CZK | Sanfte Balneologie zwischen den Wärmetagen: Spurenelemente über die Haut ohne thermische Belastung |
| Sauerstofftherapie | 2-mal pro Woche | 50 Min., 550 CZK | Die Alternative an Tagen mit Hinweisen der Morgenrunde: fordert die Atmung, ohne die Thermoregulation zu belasten |
| Geführtes Nordic Walking | 4-mal pro Woche | 60 Min., 350 CZK | Aerobe Lungenventilation auf den Terrainkur-Waldwegen und Sammeln der wöchentlichen Zone-2-Minuten |
| Schwimmbad | 4-mal pro Woche | 60 Min., inklusive | Allgemeine hydrodynamische Bewegung und sanfte Abhärtung durch Wasser |
| H₂-Wasserstofftherapie | bis zu 2-mal pro Woche | 30 Min., 550 CZK | Ergänzung: gegen oxidativen Stress nach mehreren Wärmetagen |
| Perlbad | bis zu 2-mal pro Woche | 15 Min., 600 CZK | Erste Alternative, wenn eine fordernde Anwendung durch eine schonende ersetzt werden muss |
| Fuß-Whirlpoolbad | bis zu 2-mal pro Woche | 15 Min., 550 CZK | Lokale Hydrotherapie ohne systemische Überwärmung: ideal an Tagen mit niedrigen Energiereserven |
| Klassische Massage | 1-mal pro Woche | 20 Min., 650 CZK (50 Min. – 1 150 CZK) | Regeneration zwischen den fordernden Tagen |
| Massagebad «Hydroxeur» | 1-mal pro Woche | 15 Min., 600 CZK | Sanfte Hydrotherapie an einem fordernden Tag |
Die folgende Tabelle dient als Leitfaden: Links steht, was das Portal in den Messwerten erkennt, rechts, wie das Programm darauf reagiert. Sie beschreibt die Verordnungslogik und keine Automatik: Kostenpflichtige Leistungen verordnet der Arzt.
| Was die Messwerte zeigen | Was in den Plan aufgenommen wird | Wirkungsweise |
|---|---|---|
| Flache, schnelle Atmung; der Gast berichtet von häufigen Erkältungen | Inhalationen 3-mal pro Woche, Sauerstofftherapie 2-mal, Nordic Walking 4-mal | Befeuchtung der Schleimhaut und Bronchialdrainage, dazu Training der Atemmuskulatur auf dem Terrain-Kurweg: Die Schutzbarriere der oberen Atemwege funktioniert nur, wenn sie feucht ist |
| Blutsauerstoff nachts unter 90 % | Es wird nichts eingetragen: ein Hinweis «Dem Arzt vorlegen» vor den heutigen Anwendungen | Das ist eine Sicherheitsvorkehrung, keine Verordnung. Zwei Nächte mit niedrigen Werten in Folge markiert das Portal gesondert – bei ungeklärter Hypoxie wird keine Wärmebelastung verordnet |
| HRV unterhalb des persönlichen Bereichs, Ruhepuls höher als gewöhnlich | Die Saunawelt wird für heute gestrichen, der Kurspaziergang um 30 % verkürzt und eine fordernde Anwendung durch Sauerstoff oder ein entspannendes Bad ersetzt | Der thermische Reiz wird um einen Tag verschoben: Das vegetative Nervensystem braucht diesen Tag, um die Variabilität wieder in den Normalbereich zu bringen |
| Schlafwert unter 60 Punkten, kurze Nächte | Wasserstofftherapie, klassische Massage, Pool in der zweiten Tageshälfte | Ruhige Anwendungen statt Wärmereizen: Nach der Sauna fällt der Schlaf kürzer aus, und die Kur würde sich selbst im Weg stehen |
| Body Battery lädt sich bis zum Morgen nicht auf | Fuß-Whirlpool, «Hydroxeur», kurzer Kurspaziergang | Lokale Hydrotherapie ohne systemische Überwärmung schont die Kraftreserven für den morgigen Wärmetag |

Drei Dinge finden täglich statt und belegen keine Behandlungszeiten: die Kostform, die Trinkkur und der Kurspaziergang. Für dieses Programm gilt die Vollkost (im Portal «Regular table») – Abhärtung verlangt nach Ressourcen, nicht nach Einschränkungen.
Die Trinkkur umfasst dreimal täglich 150 ml Mineralwasser jeweils 15–30 Minuten vor den Mahlzeiten, also dreißig Trinkgaben in zehn Tagen: die klassische Karlsbader Tagesordnung, erst das Wasser, dann das Essen (wie die Trinkkur funktioniert).
Die Kurspaziergänge summieren sich auf 480 Minuten in zehn Tagen, etwa 50 Minuten täglich auf einem Terrainweg der Kategorie II bei einem Tagesziel von 8 000 Schritten. Das Portal führt Sie: mit der Routenlinie auf der Karte, Abbiegehinweisen per Sprachausgabe und dem Pulsbereich auf der Uhr (wie der Pulsbereich funktioniert).
Kontraindikationen gibt der Gast im Fragebogen an, und der Arzt passt sie bei der Eingangsuntersuchung am ersten Tag an. Eine Anwendung mit gesetztem Vermerk gelangt gar nicht erst in den Plan: Das Portal diskutiert Einschränkungen nicht weg und schlägt auch kein «vorsichtiges Ausprobieren» vor. Beim Abhärtungsprogramm greift diese Regel noch strenger als sonst: Zwei Drittel des Kernprogramms tragen kardiale Warnvermerke.
Abhärtung ist kontrollierter Stress, und das Portal überwacht ihn nachts. Frühestens um 06:00 Uhr wird die vergangene Nacht mit den persönlichen Durchschnittswerten des Gastes verglichen (der persönliche Referenzbereich bildet sich nach mindestens zwei Tagen), und das Morgenblatt erhält entsprechende Warnhinweise: Ruhepuls höher als gewöhnlich, HRV niedriger, Body Battery nicht aufgeladen, Schlafmangel, aufgelaufene Belastung.
Die Zuständigkeitsgrenzen hat der Plattforminhaber festgelegt: Kostenlose und hauseigene Leistungen passt das Portal selbst an, kostenpflichtige schlägt es dem Arzt vor (Schwellenwerte und Kennzeichen im Detail).
Der Plan wird direkt für die gesamte Aufenthaltsdauer erstellt: Tage, Zeitfenster, Minuten und Gesamtpreis. Ein zehntägiger «Immun-Reboot» umfasst 7 diagnostische Positionen, 27 Anwendungssitzungen, 10 Kurspaziergänge über insgesamt 480 Minuten und 30 Trinkgaben des Mineralwassers.
Der Anwendungsteil beläuft sich auf 16 340 CZK (≈ 654 EUR). Die größten Posten: zwei ärztliche Konsultationen 2 200 CZK, die Eingangsuntersuchung 2 000 CZK, zwei InBody-Messungen 2 000 CZK, fünf Einheiten Nordic Walking 1 750 CZK, das Blutbild 1 500 CZK, zwei Jod-Brom-Bäder 1 300 CZK, zwei Kryo-Hydrotherapien 1 240 CZK, zwei Sauerstofftherapien 1 100 CZK. Viermal Saunawelt und sechsmal Schwimmbad sind inklusive. Die Unterkunft wird separat berechnet, ab 2 900 CZK pro Nacht im Standardzimmer; die Kurtaxe von 50 CZK pro Person über 18 Jahre und Nacht wird an der Rezeption bezahlt.
Das Portal zeigt auch den Anteil jeder Longevity-Säule an: Herz und Gefäße 29 %, Stoffwechsel 19 %, Stress und Schlaf 17 %, Muskeln und Gelenke 14 %, Immunsystem 12 %, Magen-Darm-Trakt und Trinkkur 9 %. Der Immunanteil ist bewusst moderat: Die Anteile werden nach Sitzungen berechnet, und die täglichen Kurspaziergänge sowie die Trinkkur stärken vor allem Herz und Verdauung. Das Fünftage-Minimum des Programms umfasst 3 diagnostische Positionen, 13 Sitzungen, 230 Minuten Gehen und kostet 7 270 CZK.
