
Der Einstieg in den Kuraufenthalt: drei Tage, sieben Biomarker von Garmin-Geräten, ein erweitertes Blutbild und eine spektrale HRV-Analyse – mit einem fertigen Aufenthaltsplan am Ende.
Programm im Portal auswählenDas Demo-Portal öffnet sich: Programmübersicht, die Kachel «Longevity Diagnostics» und ein zweiminütiger Fragebogen.
Jedes Longevity-Programm nutzt ein eigenes Set an Kennzahlen. Die Diagnostik umfasst sieben – mehr als jedes andere: Sie begleitet keine Kur, sondern erfasst den Ausgangspunkt, und zwar zweifach: Fitnesszustand und Körperzusammensetzung.
Fünf Werte ermittelt das Portal aus den Daten der Uhr, zwei stammen von der Waage. Die Bezeichnungen bleiben auf Englisch: So sind sie in Garmin Connect und auf der Uhr benannt, und so erscheinen sie auch auf der Programmkachel im Portal und auf der Website.
| Kennzahl | Herkunft | Bedeutung | Zweck im Programm |
|---|---|---|---|
| VO₂max (maximale Sauerstoffaufnahme) | Garmin-Uhr; falls das Modell den Wert nicht liefert, schätzt das Portal ihn anhand einer Kur-Wanderung | Milliliter Sauerstoff pro Kilogramm Körpergewicht pro Minute | Der aussagekräftigste Einzelwert für die Ausdauer. Die Schätzung beim Gehen nutzt die ACSM-Gehformel extrapoliert über die Herzfrequenzreserve; bei einer Fehlertoleranz submaximaler Methoden von rund 5 ml/kg/min zeigt das Portal den Trend statt eines isolierten Werts |
| Fitness Age (Fitnessalter) | Berechnet das Portal aus VO₂max, Geschlecht und Alter | Das Alter, in dem dieser VO₂max-Wert dem Median der Bevölkerung entspricht | Übersetzt den VO₂max in eine für Gäste verständliche Kennzahl. Außerhalb der Normwerttabelle zeigt das Portal den Wert gar nicht an: Ein «Fitnessalter von 85» aus einer ungenauen Schätzung verunsichert nur, ohne echte Aussagekraft zu besitzen |
| HRV (Herzfrequenzvariabilität) | Garmin-Uhr, nachts | Streuung der Herzschlagintervalle im Schlaf, ms | Zustand der vegetativen Regulation. Garmins eigene Bewertung benötigt etwa drei Wochen Tragezeit; daher vergleicht das Portal die Nacht mit dem persönlichen Durchschnitt des Gastes statt mit einer fremden Norm. |
| Resting HR (Ruhepuls) | Garmin-Uhr | Schläge pro Minute in Ruhe | Ein einfacher und stabiler Marker: Ein Anstieg um wenige Schläge zeigt sich früher, als der Gast Müdigkeit verspürt. |
| Sleep Score (Schlafbewertung) | Garmin-Uhr, nachts | 0–100 plus Phasenstruktur der Nacht | Schlaf ist die Basis jedes Programms: Bei einem niedrigen Wert verordnet der Arzt keine belastenden Anwendungen. |
| BMI (Body-Mass-Index) | Garmin Index S2 Waage im Zimmer | Körpergewicht geteilt durch die Körpergröße zum Quadrat, kg/m² | Ein grober Richtwert. Er wird zusammen mit der Muskelmasse betrachtet: Bei trainierten Gästen überschätzt der BMI das Risiko. |
| Muscle Mass (Skelettmuskelmasse) | Garmin Index S2 Waage, Bioimpedanz | Muskelmasse, kg | Der Hauptverbraucher von Glukose in Ruhe und das Erste, was mit dem Alter abgebaut wird. Sie entscheidet darüber, welches Programm als Nächstes vorgeschlagen wird. |

Die Startseite des Portals ist LONGEVITY: die Tagesringe, der «Bericht für heute» mit einer Bewertung von 0 bis 100 und die Spalte «Zustand für Zustand», in der jede Zeile erklärt, was der Wert heute bedeutet.
Auf dem Screenshot zeigt der Bericht des Demo-Gastes 48 von 100 und die Zeile «Rest — the doctor decides»: Die Herzfrequenzvariabilität liegt bei 33 ms, 19,9 % unter dem eigenen Durchschnitt von 41,2 ms. An einem solchen Tag schlägt das Portal keine belastenden Anwendungen vor, und eine Sauerstoffakklimatisierung von 88 % bei einem Schwellenwert von 90 % verweist den Gast vor den Anwendungen zum Arzt.
Die Screenshots sind bewusst auf Englisch: Garmins Produktbegriffe werden in keiner Sprachversion übersetzt, während das Portal selbst mit dem Gast in seiner Sprache spricht – die Benutzeroberfläche ist in 36 Sprachen verfügbar. Der Gast auf den Screenshots ist fiktiv, es handelt sich um ein Demosystem.

Das medizinische Grundgerüst der Diagnostik ergänzt die Kur nicht nur, es bildet sie. Das Portal plant es anhand der Aufenthaltsdauer und nicht nach Budget automatisch ein: Die Bausteine des Grundgerüsts konkurrieren nicht um kostenpflichtige Termine.
Am ersten Morgen stehen Untersuchung, EKG, INBODY, die Verordnung der Trinkkur und die Blutentnahme an. Am zweiten Tag folgen die spektrale HRV-Analyse und der Life-Test. Am letzten Tag findet ein Facharztgespräch statt: je nach Befund bei einem Kardiologen oder Gastroenterologen.
Bei einem Aufenthalt von mehr als einer Woche kommen zwei weitere Punkte hinzu: eine ärztliche Konsultation zur Halbzeit und eine erneute INBODY-Messung am Tag vor der Abreise, damit der Abschlussbericht zwei Messungen miteinander vergleicht.
| Tag | Position | Dauer | Preis, CZK | Nutzen |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Ärztliche Untersuchung | 30 Min. | 2 000 | Anamnese, Kontraindikationen, Freigabe des Therapieplans |
| 1 | EKG | 15 Min. | 350 | Herzrhythmus und Erregungsleitung vor der ersten Belastung |
| 1 | INBODY und Beratung | 30 Min. | 1 000 | Körperzusammensetzung nach Segmenten: Fett, Muskeln, Wasser |
| 1 | Verordnung der Trinkkur | 15 Min. | 800 | Mineralquelle, Trinkmenge, Temperatur und Einnahmezeiten |
| 1 | Erweitertes Blutpanel (Lipide, HbA1c, hsCRP, ApoB) | 15 Min. | 4 500 | Lipidprofil, Blutzuckerdurchschnitt der letzten drei Monate, Entzündungswerte, atherogene Partikel |
| 2 | SAHRV — spektrale HRV-Analyse | 90 Min. | 2 700 | Variabilitätsspektrum: Einfluss von Sympathikus und Parasympathikus |
| 2 | Life-Test (Schnelldiagnostik) | 20 Min. | 900 | Screening-Auswertung direkt vor Ort, ohne Wartezeit auf das Labor |
| 3 | Facharztberatung (Kardiologie, Gastroenterologie) | 30 Min. | 2 000 | Besprechung der Ergebnisse und Planung des weiteren Programms |

Blutentnahme, spektrale HRV-Analyse, Facharztberatung und Laborpanel sind im Plan gesondert vermerkt: Der Tag ist ein Wunschtermin, keine feste Buchung.
Der Grund ist organisatorischer Natur. Die Krankenschwester arbeitet im Wechsel von kurzen und langen Wochen, sodass Termine regelmäßig auf den Nachbartag rutschen. Einen Tag zu versprechen, den niemand garantieren kann, wäre falsche Genauigkeit; daher setzt das Portal einen plausiblen Tag und weist klar darauf hin, dass die Rezeption den genauen Termin vergibt.
Neben den Gerätemessungen umfasst die Diagnostik eine Reihe von drei Tests. Sie erfordern keine Geräte: eine Stoppuhr, ein Stuhl und ein abgemessener Flur genügen. Die Schwellenwerte stammen aus veröffentlichten klinischen Studien und wurden nicht eigens für das Portal erfunden.
Den Sechs-Minuten-Gehtest zeichnet die Uhr selbstständig auf — sechs Minuten Gehen ergeben eine Distanz, und genau für Distanzen ist die Uhr gedacht. Bei den beiden anderen Tests dient die Uhr als Stoppuhr und speichert das Ergebnis, der Ablauf liegt jedoch beim Menschen: Die Uhr zählt die Sekunden, die Ausführungsqualität prüft sie nicht.
| Test | Was gemessen wird | Schwellenwert | Quelle |
|---|---|---|---|
| Aufstehen vom Stuhl | Sekunden für fünf Wiederholungen | Über 15 s: geringe Muskelkraft; 10 s oder schneller: gut | EWGSOP2, 2019 |
| Einbeinstand | Sekunden im Gleichgewicht | Unter 10 s: Risiko; ab 30 s: gut | Araujo, 2022 |
| 6-Minuten-Gehtest | Meter in sechs Minuten | 288 m entsprechen 0,8 m/s, 360 m entsprechen 1,0 m/s: die klassischen Schwellenwerte für die Gehgeschwindigkeit | Studenski, 2011; Ross, 2010 |
Zwischen den Messungen gibt der feste Grundrahmen den Tagen Struktur, nicht ein dichter Behandlungsplan: Der Kern der Diagnostik bleibt ganz bewusst übersichtlich. Dreimal pro Woche Nordic Walking, viermal Pool; dazu kommen zweimal Sauerstofftherapie und eine klassische Massage pro Woche.
Kurspaziergang und Trinkkur konkurrieren nicht um Zeitfenster: Sie bilden das Rückgrat jedes Kurprogramms und stehen an jedem Tag fest im Plan. Für den Demo-Gast umfasst Tag 1 30 Minuten auf Route II und dreimal 150 ml Mineralwasser.
Der Kostenplan entsteht direkt aus diesem Ablauf: Inbegriffene Leistungen bleiben ohne Preisangabe, kostenpflichtige erscheinen mit ihrer Preislistenposition. Beim Demo-Gast mit dreitägiger Diagnostik kosten die Anwendungen 15 150 CZK — rund 606 EUR beim Referenzkurs von 25 CZK pro Euro, den das Portal zur Orientierung nutzt.
Das Zimmer wird separat pro Nacht berechnet: Standard — 2 900 CZK (≈ 116 EUR), Design — 3 400 CZK, Lux — 4 200 CZK, Junior Suite — 5 200 CZK. Die Kurtaxe von 50 CZK pro Gast ab 18 Jahren und Nacht wird an der Rezeption bezahlt und ist nicht im Kostenplan enthalten.
Die teuerste Einzelleistung des Programms ist das erweiterte Blutbild (4 500 CZK); die günstigsten kostenpflichtigen Bausteine sind das EKG und der geführte Kurspaziergang mit jeweils 350 CZK.

Programm im Portal öffnenDer Demo-Bereich ist ohne Anmeldung zugänglich: derselbe Plan, dieselben Zahlen, ein fiktiver Gast.
Die Diagnostik ist der Einstiegspunkt, und das Portal ist so aufgebaut, dass man von dort nahtlos in ein Behandlungsprogramm übergeht.
Drei Tage sind ein kurzer Aufenthalt, aber die Nachtschleife läuft auch hier. Frühestens um 06:00 Uhr wird die vergangene Nacht mit dem persönlichen Durchschnitt des Gastes abgeglichen, und Hinweise gelangen auf das Morgenblatt des Arztes: Ruhepuls höher als gewöhnlich, Variabilität niedriger, Body Battery nicht aufgeladen, Schlafmangel.